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Wenn Angst da ist

04:32 Min

Somatische Körperübung • im Sitzen oder Liegen

00:00 / 04:32

🖌️ Kurzbeschreibung

In dieser somatischen Körperübung gibst du deinem Körper bewusst Schutz und Halt. Kleine beruhigende Bewegungen (wie bspw. Selbstumarmung, Wiegen) können das Nervensystem unterstützen und dich zurück in die Ruhe bringen, wenn Angst da ist.

💡Gut zu wissen

  • Du musst kein konkretes Thema erinnern oder analysieren. Diese Übung arbeitet bewusst ohne Story, nur über den Körper.

  • Dein Körper weiß intuitiv, welche Form von Schutz er braucht (klein machen, einrollen, halten). Diese Übung erlaubt genau das.

  • Du musst dich während der Übung nicht „ruhig fühlen“; es reicht, wenn du dich ein kleines bisschen gehaltener oder sicherer fühlst.

  • Sollte die Angst stärker werden, öffne die Augen, schau dich im Raum um und spüre bewusst deine Umgebung.

  • Sanfte Bewegungen wie Wiegen oder Halten sind keine Zufälle – sie sind natürliche Selbstberuhigungsmechanismen.

  • Es ist normal, dass nach der Angst Müdigkeit oder leichte Erschöpfung entsteht – das ist ein Zeichen, dass dein System herunterfährt.

  • Du bestimmst jederzeit das Tempo; du kannst die Übung jederzeit pausieren oder abbrechen.

🌝 Wieso's funktioniert

  • Die Übung arbeitet mit Schutzbewegung statt Widerstand (klein werden, einrollen – das Nervensystem muss sich nicht verteidigen und kann schneller regulieren.

  • Selbstumarmung aktiviert Co-Regulation; dein Körper interpretiert Berührung wie „gehalten werden“ –Oxytocin wird freigesetzt, Stress sinkt.

  • Rhythmische Bewegung (Wiegen) wirkt direkt beruhigend auf das Nervensystem (ähnlich wie bei Babys).

  • Körperkontakt bringt dich aus dem Kopf zurück in den Körper (weniger Grübeln, mehr Regulation)

  • Langsame Öffnung statt abruptem „Loslassen“ verhindert Überforderung und baut echte Sicherheit auf.

  • Angst wird nicht bekämpft, sondern begleitet – das reduziert sekundären Stress („Ich sollte mich anders fühlen“).

  • Integration (Atmung, Orientierung) aktiviert den Parasympathikus und stabilisiert den Zustand.

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